Unsicherheit über Preise für die neue Ernte


Die Preisgestaltung für Getreide der Ernte 2010 steht unter dem Eindruck der Kurse der alten Ernte und gestaltet sich deshalb unsicher. Diese Meinung herrschte heute auf der Oberrheinbörse in Mannheim vor. Während sich die Kurse für Weizen, Gerste und Mais vor Ostern noch schwächer zeigten, haben sich in den vergangenen Tagen die Preise befestigt. Nachfrage aus der Mischfutterindustrie, insbesondere aus den Niederlanden, hat zu dieser Entwicklung beigetragen. Ebenso wirken sich Exporte von Weizen auf die Preise aus. Auch die Mühlen haben noch den einen oder anderen Anschlussbedarf und legen für vordere Ware derzeit etwas mehr Geld an. Vor allem Mais hat mit mindestens 140,00 €/t franko Verarbeitungsbetrieb um 5 €/t im Minimum zugelegt.

In der Branche wird diese Entwicklung allerdings eher als vorübergehend eingeschätzt. Ex Ernte sind im Moment 114,00 bis 115,00 €/t franko Mühle für Brotweizen angedacht. Verbindlich für September/Dezember liegen die Vorstellungen der Mühlen bei 120,00 bis 125,00 €/t. Die Kurse für A-Weizen liegen 5 bis 10 €/t über diesen Meinungen. Für Roggen werden 105,00 bis 110,00 €/t franko Mühle überlegt. Abschlüsse werden aber kaum getätigt. Die Kurse sind in erster Linie nominell zu sehen. Die Verkäufer sind mit Abschlüssen in Erwartung weiter steigender Preise sowohl für die alte als auch die neue Ernte zurückhaltend. Weitere Auswirkungen auf die Preise könnten in den kommenden Wochen die Wettermärkte haben. (dg)
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