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Brüssel/Mö, 17. Februar - Weizengluten sind ein neues Objekt von möglichen Handelsstreitigkeiten zwischen USA und EU. Die Amerikaner sehen ihre Hersteller benachteiligt, weil die Europäer der EU-Stärkeindustrie einerseits Exporterstattungen für Stärke gewähren, andererseits aber bei Importen von Stärke und Weizengluten Zölle erheben. Die Weizenglutenhersteller in der EU sind nicht wegen der Subventionen, sondern wegen struktureller Vorteile auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig. Dies erklärte kürzlich der europäische Verband der Stärkehersteller (AAC) in Brüssel. Weizenglutenhersteller aus den USA hätten den Nachteil, daß jenseits des Atlantiks Mais billiger als Weizen sei. Dadurch hätten sie vergleichsweise höhere Rohstoffkosten und erhielten weniger für ihre Weizenstärke als die amerikanischen Maisglutenproduzenten für ihre Maisstärke. Produktionserstattungen und Importzölle würden nicht die europäischen Verarbeiter einseitig bevorteilen, meint der AAC. Sie würden nur die erhöhten Rohstoffkosten durch die gestützten Getreidepreise in der EU ausgleichen. Vorwürfe der International Trade Commission der USA, die sich im den Klagen der amerikanischen Weizenglutenindustrie angeschlossen hat, weist der europäische Stärkeherstellerverband zurück.
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