Kaliproduktion

Unterbreizbach produziert wieder


Die Produktion von Kalidüngemitteln am Standort Unterbreizbach des Werkes Werra läuft am heutigen Montag nach Mitteilung von K+S bis zum 14. Juli wieder an. Der Betrieb des Werkes Werra wird weiterhin von den sehr stark eingeschränkten Entsorgungsmöglichkeiten sowie den zur Verfügung stehenden, freien Beckenkapazitäten bestimmt. Der Betrieb am Standort Unterbreizbach war seit 13. Juni 2016 unterbrochen worden, weil die anfallenden Produktionsabwässer nicht mehr entsorgt oder zwischengespeichert werden konnten. Rund 350 Mitarbeiter in Produktion und Grubenbetrieb befanden sich seitdem in Kurzarbeit. Da zwischenzeitlich der Bestand an zwischengespeicherten Salzabwässern in den Becken reduziert werden konnte, ist nun eine zeitlich befristete Wiederaufnahme der Produktion möglich.

Entsorgungsprobleme führen zu Kurzarbeit

Am benachbarten Standort Hattorf, dessen Betrieb am 15. Juni 2016 ausgesetzt worden ist, ruht die Produktion mit Ausnahme der Bittersalzherstellung weiterhin. Hier befinden sich rund 650 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Insgesamt sind durch Produktionspausen wegen nicht ausreichender Entsorgungsmöglichkeiten für Salzabwässer seit Beginn des Jahres bis zu 60 Tage an Kurzarbeit an den Standorten Hattorf und Unterbreizbach angefallen.

Produktion in Wintershall läuft nach Plan

Bisher nicht von Produktionspausen und Kurzarbeit betroffen ist alleine der Standort Wintershall, dessen Salzabwässer – soweit sie nicht durch Einleitung in die Werra bzw. Nutzung des knappen Versenkkontingents entsorgt werden können – vorübergehend in Becken zwischengespeichert werden. Dieser Standort ist insbesondere auf die Herstellung von Düngemittelspezialitäten ausgerichtet. Gleichzeitig ist er der einzige Betrieb, in dem Pharmasalze hergestellt werden. (da)
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