Für das 2. Quartal 2014 meldet die Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) eine Zunahme der Zufriedenheit mit der Umsetzung der Energiewende. EY erhebt dazu den Deutsche Energiewende-Index, der aktuell auf einer Skala von 0 (sehr negativ) bis 200 (sehr positiv) 91,8 Punkte erreicht.

Damit liegt der Index zwar nach wie vor im negativen Bereich, ein langfristiger Abwärtstrend konnte jedoch gestoppt werden. Nach den Erhebungen von EY lag der Index im Herbst 2012 noch bei einem Höchstwert von 102,8 Punkten erreicht, wogegen er im Frühjahr 2014 auf das Allzeittief von 90,0 Punkten gefallen war.

Das Beratungsunternehmen bezeichnet es jedoch als offen, ob die leicht höhere Akzeptanz eine Trendwende bedeuten könnte. „Zentrale Kritikpunkte an der Umsetzung der Energiewende sind nach wie vor nicht ausgeräumt", betont EY. So bemängeln zurzeit 85 Prozent der befragten Unternehmen die rechtlichen Rahmenbedingungen der Energiewende. Rund zwei Drittel erwarten, dass die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands unter den Folgen der Energiewende leiden wird.

Erleichtert zeigten sich nach Auffassung von EY viele Unternehmen jedoch zum Kompromiss mit der EU-Kommission, die weiterhin Rabatte auf die Ökostromumlage für energieintensive Unternehmen akzeptiert.

Ernst & Young befragt für den Index vierteljährlich ein Panel aus 2.000 Akteuren und betroffenen Unternehmen aus der deutschen Wirtschaft sowie Vertreter aus Politik und Verbänden. An der aktuellen Ausgabe des Index nahmen rund 300 Befragte teil. (az)
stats