Unterschiedliche Standards behindern Handel

1

In den WTO-Verhandlungen wird sich nach einem Abschluss der Doha-Runde das Thema ändern. Nicht mehr Zölle und handelsverzerrende Stützungen für Landwirte werden in der nächsten WTO-Runde im Mittelpunkt stehen, sondern gemeinsame Umwelt-, Qualitäts- und Sozialstandards. Dies vermutete Dr. Klaus-Dieter Schumacher von Alfed C. Toepfer International, Hamburg, am Donnerstag auf dem Coceral-Kongress in Brüssel. Der Handel werde in Zukunft durch unterschiedliche Standards behindert. Deshalb müsse sich die WTO um Einheitlichkeit bemühen. Ansonsten drohe der Zerfall des Welthandels in regionale Märkte.

Coceral, der Verband des Europäischen Getreidehandels, komme mehr und mehr die Aufgabe zu, aus europäischer Sicht auf die Reglung von gemeinsamen Standards Einfluss zu nehmen. Als Beispiel nannte Schumacher die Debatte um die Zertifizierung von Biotreibstoffen. (Mö)

stats