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Einen offenen Brief richteten der Thüringer Bauernverband und fünf Tierzuchtverbände des Freistaates an Ministerpräsident Bernhard Vogel. Sie bitten in dem Brief um Unterstützung für die von den Verbänden vorgeschlagenen seuchenprophylaktischen Maßnahmen. Dabei geht es zum Beispiel um die Übergabe von amtlichen Krisen-Maßnahmeplänen an die Landwirtschaftsbetriebe, um die Einschränkung öffentlicher Veranstaltungen oder um die Aufforderung an Betriebe zur vorübergehenden regionalen Selbstbeschränkung (Einkaufs- und Verkaufsaktivitäten). Betriebe, einschließlich Wanderschäfereien, sollen ihre weidenden Tiere nach Möglichkeit einstallen oder zumindest in abgesicherte Pferche treiben. Zudem erwarten die Verbände strengere Restriktionen bei der Ein- und Ausreise von Schulklassen in europäische Seuchengebiete und eine sensiblere Informationspolitik der Behörden gegenüber der Presse, um betroffene Landwirte zu schützen. Verhindert werden sollte nach Meinung der Verbände die Aufnahme des "schwimmenden" argentinischen Rindfleischs. (Bm)
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