Die Ursache für den Eintrag von gefährlichen EHEC-Keimen in ägyptischen Bockshornklee im Frühsommer 2011 kann nicht ermittelt werden. Die Untersuchungen zum Ausbruch der Krankheit seien jetzt abgeschlossen, teilt das Bundesinstitut für Riskobewertung (BfR), Berlin, mit. Es habe sich um einen der folgenschwersten lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüche in der Nachkriegszeit in Europa gehandelt, so BfR-Präsident Prof. Andreas Hensel. Die bei der Aufklärung gesammelten Erfahrungen würden genutzt, um für zukünftige Krisen optimal in Deutschland und Europa gerüstet zu sein. 

Ausgehend von den Ergebnissen der abgeschlossenen Untersuchungen hat das BfR seine Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Gemüsesprossen und Keimlingen aktualisiert. Sprossenproduzenten und Inverkehrbringern wird zu strengen Anforderungen an die Hygiene geraten. Der Herstellungsprozess und auch die erzeugten Sprossen sollten mittels mikrobiologischer Kontrollen in angemessenen zeitlichen Abständen überprüft werden, so das BfR.

Die Verbraucher weist das BfR darauf hin, dass Sprossen grundsätzlich mit Krankheitserregern belastet sein können. Durch Kochen und Braten lassen sie sich jedoch zuverlässig abtöten. Zum rohen Verzehr bestimmte Sprossen sollten sehr gründlich gewaschen und möglichst schnell verzehrt werden. Allerdings lassen sich durch Waschen allein die Krankheitserreger nicht sicher beseitigen, betont das BfR. (az)  
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