Ursachen für PCB-Kontaminationen in belgischem Tierfutter unklar

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Bei der Suche nach Ursachen für erneut hohe PCB-Konzentrationen im belgischen Tierfutter tappt man weiter im Dunkeln. Das belgische Landwirtschaftsministerium schließt eine Verschmutzung durch Abgase aus umliegenden petrochemischen Betrieben aus. Dann hätten auch Futtermittelproben des Herstellers Bauduin-Cambier im wallonischen Feluy vor dem 20. April 2000 erhöhte PCB-Konzentrationen aufweisen müssen, argumentierte Landwirtschaftsminister Jaak Gabriels. Auch vermutete Belastungen des Futtergetreides mit Pflanzenschutzmitteln lehnt er als Ursache ab. Zwar enthielten diese Pflanzenschutzmittel Chlorverbindungen, aber nicht genau PCB.

Deshalb konzentriert sich die Suche auf die verwendeten Rohstoffe in den kontaminierten Mischfuttermitteln. Die Vermutung, dass es sich wiederum um illegal zugemischtes Transformatorenöl handeln könnte, ist noch nicht vom Tisch. Leider hätten die wallonischen Mischfutterhersteller noch nicht am "Good Manufacturing Practice Code" (GMPC) teilgenommen, hieß es in der belgischen Presse. Mit Hilfe dieses Codes wäre es leichter, die Rohstoffe zu ihrem Ursprung hin verfolgen zu können. Die 201 überwiegend Rinder und Pferde haltenden Betriebe in Belgien stehen unter strikter Kontrolle des Landwirtschaftsministeriums. Die Milch wird getrennt erfasst. (Mö)
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