VDF: Deutsche Schweineerzeugung wächst weiter


Die Fleischwirtschaft hat sich im vergangenen Jahr als deutlich weniger konjunkturabhängig gezeigt als andere Zweige der Ernährungsindustrie. Die Binnennachfrage sei weitgehend stabil geblieben, teilt der Verband der Fleischwirtschaft (VDF) e.V., Bonn, anlässlich seiner Jahrestagung heute in Berlin mit. Die Verbraucher würden aber immer preissensibler, daher habe der Marktanteil der Discounter 2009 zugenommen. In der Fleischerzeugung ist 2009 mit gut 7,7 Mio. t Fleisch aus gewerblichen Schlachtungen ein neuer Rekordwert erreicht worden. Schweinefleisch hat mit 68 Prozent den größten Anteil daran, gefolgt von Geflügel mit 17 Prozent und Rindfleisch mit 15 Prozent. Der rückläufige Trend in der Rindfleischproduktion hält weiter an. Das Schlachtaufkommen an Schweinen ist dagegen um 2,7 Prozent auf 56,2 Millionen Tiere gestiegen. Die Schweinefleischproduktion erreichte laut VDF ein Rekordniveau von fast 5,3 Mio. t.

Schweinefleisch war 2009 auch im Export gut gefragt. Die Exportmenge nahm um 8 Prozent auf 1,44 Mio. t zu. Das Meiste wurde in EU-Länder geliefert. Die Ausfuhren nach Russland sind um 17 Prozent auf 81.000 t gestiegen. Der Export an Rindfleisch ist im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent auf 398.000 t gesunken. (AW)

 
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