Mit einer Kapitalerhöhung will sich die VK Mühlen AG Luft verschaffen. Sie erwartet im laufenden Geschäftsjahr Verluste, nachdem ein Bußgeld des Bundeskartellamtes fällig wird. Das Grundkapital der VK Mühlen AG soll um bis zu 9,9 Mio. € durch die Ausgabe von neuen Stammaktien gegen Bareinlagen steigen, berichtet das Unternehmen am Montag über einen Beschluss des Aufsichtsrates. Die Bezugsfrist wird am 30. Dezember 2011 beginnen und drei Wochen betragen. Darüber hinaus haben nach Unternehmensangaben bestehende Aktionäre die Möglichkeit, außerhalb dieses Angebots zusätzliche Aktien zu erwerben. Ferner sind bis zum Jahr 2017 sukzessive weitere Kapitalerhöhungen um bis zu 20 Mio. € geplant. Dazu wollen sich Aufsichtsrat und Vorstand die Zustimmung der Hauptversammlung Mitte März einholen.

Mit den Kapitalerhöhungen möchte die VK Mühlen AG Geldbußen gegenüber den Kartellbehörden finanzieren. Dazu gehört eine bereits beschlossene Geldbuße des Bundeskartellamtes von 23,8 Mio. €. Außerdem sind Rückstellungen für bislang nicht abgeschlossene Prozesse in Frankreich und in den Niederlanden erforderlich. Das Unternehmen hatte deswegen Ende Oktober einen möglichen Vorsteuerverlust 2010/11 in einer Größenordnung von 30 Mio. € angekündigt. (db)
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