VK Mühlen setzt Verlustgeschäft fort


Die 1. Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2011/12 ist für die VK Mühlen AG von Sondereffekten geprägt. Die Situation am Mehlmarkt bleíbt schwierig. Der Hamburger Mühlenkonzern erzielt in den ersten sechs Monaten der Saison 2011/12 (Oktober/November) ein positives Gesamtergebnis von rund 14 Mio. €. Darin enthalten ist laut VK Mühlen allerdings der Nettoerlös aus dem Verkauf der polnischen Gesellschaften „in ähnlicher Höhe". Der Konzernumsatz ging gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 7 Prozent auf 243 Mio. € zurück. Als Gründe dafür nennt das Unternehmen gegenüber dem Vorjahr im Schnitt tiefere Mehlpreise und rückläufige Absatzmengen. Trotzdem habe sich die Ertragslage im deutschen Mehlgeschäft von VK Mühlen im Vorjahresvergleich verbessert, auch wenn im Segment Mehl weiterhin Verluste erwirtschaftet würden.

„Bereinigt um den Sondereffekt des Verkaufs unserer polnischen Mühlen haben wir das erste Halbjahr operativ mit einer schwarzen Null abgeschlossen", kommentiert Vorstandsvorsitzender Christoph Kempkes die jüngsten Zahlen. Dies zeige, dass der Turnaround bei VK Mühlen eingeleitet worden sei. Gleichzeit warnt Kempkes aber vor zu viel Optimismus: „Die Misere in der deutschen Müllerei hält an. Von Mehlpreisen, welche die Vollkosten decken, ist die Branche insgesamt noch ein gutes Stück entfernt."

Für die 2. Hälfte der Saison 2011/12 geht VK Mühlen von einem tendenziell schlechteren Geschäftsverlauf aus. Der Konzern hält daher - bereinigt um den Veräußerungserlös aus dem Verkauf der polnischen Aktivitäten - an der bisherigen Prognose eines Verlustes im „einstelligen Millionbereich" für das Gesamtjahr fest. (Sz)
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