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Bei einer Herde mit über 1.300 Schafen im Raum Vilsbiburg, Regierungsbezirk Niederbayern, sind nach einer Untersuchung durch den örtlichen Amtstierarzt am Mittwoch bei einigen Jungschafen MKS-unspezifische Symptome festgestellt worden, wie das Münchener Gesundheitsministerium heute mitteilt. Die Schafe zeigten plötzliches Fieber, Lahmheit aufgrund eitriger Entzündungen an den Klauen und Bindehautentzündungen. Das könne entsprechend der Jahreszeit und der Witterung auch Hinweis auf die bei Schafen auftretende Moderhinke mit Lungenentzündung sein. Dasich eine betriebsangehörige Person noch vor kurzem in Großbritannien aufhielt, leitete die Veterinärbehörde rein vorsorglich weitere Schritte zur Abklärung ein. Der Betrieb sei noch gestern am frühen Nachmittag gesperrt worden. Bei 60 Schafen wurden Blutproben genommen und Nasenabstriche gemacht, ein Tier mit Symptomen wurde eingeschläfert. Die Proben und das eingeschläferte Tier wurden dann noch gestern nachmittag vorsorglich mit einem Polizeihubschrauber zur weiteren Abklärung an die Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen der Tiere in Tübingen geflogen. Erste Ergebnisse sind voraussichtlich im Laufe des morgigen Samstags zu erwarten, informiert das Ministerium weiter. (ED)
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