Vassiliou will Nulltoleranz prüfen

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Die hohen Futtermittelkosten seien ihr als Problem bewusst, erklärte die neue EU-Gesundheitskommissarin Androula Vassiliou während der Anhörung vor den Europäischen Parlament (EP) gestern in Brüssel. Sie werde deshalb prüfen, ob sich die Nulltoleranz bei der Einfuhr von nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Organismen (GVO) lockern lasse. Vassiliou vermied es, sich deutlich auf eine Seite im Streit um die Gentechnik zu schlagen.

Neben den wissenschaftlichen Gutachten zu GVO müsse in der EU ebenfalls die zumeist ablehnende Haltung der Menschen berücksichtigt werden. Neil Parish, Vorsitzender des EP-Agrarausschusses, hatte die Kommissarin auf die Bedrohung des Veredelungssektors durch fehlende GVO-Zulassungen gewarnt. In der Anhörung machte Vassiliou einen guten Eindruck auf die meisten Parlamentarier. (Mö)

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