Eine Neuverteilung der EU-Agrarsubventionen fordert ein Bündnis aus 30 Umwelt-, Agrar- und Entwicklungshilfeorganisationen. Ökobetriebe sollen Leitbild der Landwirtschaft sein. Die Vergabe von Subventionen sei an wirksame ökologische und soziale Kriterien zu binden, schreiben die Verbände in einem Positionspapier zur künftigen EU-Agrarpolitik nach 2013. Landwirte, die am meisten zum Schutz der Artenvielfalt, der Gewässer und des Klimas beitrügen und Arbeitsplätze auf dem Land sicherten, müssten angemessen honoriert werden. Die Vertreter der Verbände, zu denen Euronatur, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Bioland, Misereor und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gehören, kritisierten heute in Berlin, dass die derzeit 55 Mrd. € an EU-Agrarsubventionen vor allem Großbetrieben und der Lebensmittelindustrie zu Gute kämen. Bundesagrarministerin Ilse Aigner solle die anstehende Reform der EU-Agrarpolitik für eine Neuverteilung der EU-Agrarsubventionen nutzen. Als Ziel nannten die Verbände, die Industrialisierung der Landwirtschaft zu stoppen und ökologisch wirtschaftende bäuerliche Betriebe zum Leitbild der Politik zu machen. (sta)
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