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Die deutschen Landwirte werden in diesem Jahr weniger Getreide ernten als 2008. In einer ersten Ernteschätzung rechnet der Deutsche Bauernverband (DBV) mit rund 47 Mio. t Getreide für 2009. Das wären 6 Prozent weniger als im Vorjahr mit rund 50 Mio. t. Der DBV geht von niedrigeren Hektarerträgen aus, da wegen der hohen Kosten für Düngemittel und Pflanzenschutz die Landwirte die Intensität der Maßnahmen zurückfahren. Die Wintergetreidearten wurden in Deutschland insgesamt auf einer Ackerfläche von 5,8 Mio. ha ausgesät – dies entspricht einer Zunahme von 200.000 ha. Dies wird sich auf den Umfang von Sommergetreide auswirken. Vor allem Braugerste wird Fläche einbüßen. Dagegen dürfte die Maisfläche stabil bleiben. Dies ergibt eine Umfrage der Agrarzeitung Ernährungsdienst (ED) bei Landwirten, Beratern und Händlern.

Der Deutsche Raiffeisenverband schließt sich mit ebenfalls 47 Mio. t Getreide in seiner heute veröffentlichten Schätzung der DBV-Prognose an. Die Winterrapsernte schätzt der DRV auf 5,42 Mio. t; das Ergebnis der Vorjahresernte würde damit um 110.000 t oder knapp 6 Prozent. übertroffen. Die Anbaufläche wurde im Herbst 2008 um rund 7 Prozent oder 100.000 ha ausgedehnt. (da)

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