Biokraftstoff

Verbio fährt Rekorde ein

Schwacher Absatz bei Biokraftstoffen? Nicht bei der Verbio AG. Die Produktionsmenge des Biokraftstoffanbieters aus Leipzig übersteigt erstmals die Marke von 700.000 t, obwohl bundesweit der Verbrauch von Biodiesel und Bioethanol sinkt. Auch die Umsatzzahlen gehen nach oben. Verbio steigerte im Geschäftsjahr 2016/17 (Juli/Juni) den Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahresvergleichswert um 10 Prozent auf 726 Mio. €. Noch ausgeprägter ist der Gewinnanstieg. Das Unternehmen weist in den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen einen Zuwachs des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 36 Prozent auf rund 71 Mio. € im aktuellen Geschäftsjahr aus. Wegen einer deutlich gestiegenen Steuerbelastung bleibt unter dem Strich ein Anstieg des Nettogewinns um 6 Prozent auf 51,8 Mio. € in der Periode 2016/17.

Biodieselanlagen voll ausgelastet

Mit einer Produktion von mehr als 470.000 t Biodiesel liefen die Verbio-Werke 2016/17 an der Kapazitätsgrenze. Das Geschäft war zudem sehr profitabel. Auch die Produktion von Bioethanol legte zu auf rund 250.000 t im aktuellen Geschäftsjahr. Beide Produktionsmengen markieren neue Rekorde für Verbio. Schließlich steigerte das Unternehmen die Produktion von Biomethan auf jetzt 559 GWh.

Höhere Dividende in Aussicht, Ausblick für 2017/18 gedämpft

Der Vorstand kündigt an, dass zur Hauptversammlung Anfang 2018 eine Erhöhung der Dividende auf 0,20 € pro Aktie vorgeschlagen werden soll. Zwei Jahren zuvor hatte Verbio erstmals eine Dividende von 0,10 € gewährt, der 2015/16 eine Ausschüttung von 0,15 €/Aktie folgte.

Wegen der zu erwartenden wettbewerbsverzerrenden Biodiesel- und Bioethanolimporte geht der Verbio-Vorstand davon aus, dass im Geschäftsjahr 2017/18 die Gewinne deutlich zurückgehen werden. (db)
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