Verbio schreibt rote Zahlen


Ungünstige Marktentwicklungen belasten das Biokraftstoffunternehmen Verbio Vereinigte Bio Energie AG, Leipzig. Die Auslastung der Anlagen ist niedrig. Für das laufende Geschäftsjahr 2012/13 (Juli/Juni) weist Verbio im 1. Halbjahr einen Konzernumsatz von 408,8 Mio. € und damit 7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum aus. 

Belastet wurde das Konzernergebnis (Ebit) durch den Preis- und Margendruck im Biodieselgeschäft und der geringeren Auslastung der Biodiesel­anlagen, teilt das Unternehmen heute mit. Der Verlust beträgt 5,0 Mio. €, vor einem Jahr war es noch ein Gewinn von 7,4 Mio. €. Zum Stichtag 31. Dezember 2012 betrug die Eigenkapitalquote 48,9 Prozent; Die Finanzmittel betragen knapp 29 Mio. €.

Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 257.485 t Biokraftstoffe nach 310.922 t im entsprechenden Vorjahreszeitraum produziert. Die Anlagen in Schwedt und Zörbig sind längst nicht ausgelastet. 

Die Einfuhr von Biodiesel aus Soja- und Palmöl aus Indonesien und Argentinien sowie Biodiesel aus Altspeisefetten hat im vergangenen Jahr zugenommen und deutsche Produzenten belastet.  Eine Verschärfung der Nachweispflichten für Biodiesel aus Altspeisefetten, die in Deutschland seit Jahresbeginn gilt, habe bereits zu einem spürbaren Mengenrückgang geführt hat. Zudem hat die EU-Kommission bekannt gegeben, dass alle Importe von Biodiesel aus Argentinien und Indonesien ab sofort registriert werden müssen.

Trotz dieser Maßnahmen bleibe offen, so Verbio, wie sich die strengeren Regeln für Importe auf die weitere Biodieselnachfrage in Deutschland auswirken werde. Daher sei ein verlässlicher Ausblick für das aktuelle Geschäftsjahr nicht möglich. (da)
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