Der Hersteller von Biokraftstoffen stellt seine Investitionspläne zurück. Um Kosten zu sparen, sind Entlassungen geplant.

Mit Unsicherheiten am Markt für Biokraftstoffe begründet die Verbio AG, Leipzig, einen Investitionsstopp und Personalabbau. „Derzeit haben wir kein Fundament, auf dem wir verlässlich unsere Investitionspläne realisieren könnten“, sagte Vorstandschef Claus Sauter heute auf einer Betriebsversammlungen in Leipzig.

Als Grund für den Ausbaustopp nennt das Unternehmen die aktuelle gesetzliche Unsicherheit sowie „massive Wettbewerbsverzerrung“ auf dem deutschen Biokraftstoffmarkt durch den Import von subventioniertem Palmölbiodiesel aus Indonesien und Sojabiodiesel aus Argentinien. Außerdem sehe das Unternehmen Marktverwerfungen durch Biodiesel, das als Altfett deklariert wurde und aus zweifelhaften Quellen aus der ganzen Welt stamme.

Nachdem Verbio noch im September für das beendete Rumpfgeschäftsjahr mit einem Plus beim Konzernumsatz von mehr als 30 Prozent glänzen konnte, musste Sauter im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres einen Rückgang von 3 Prozent veröffentlichen.

Für den Zeitraum bis 2015 waren Investitionen von rund 100 Mio. € vorgesehen. Ein schwerpunkt war der Ausbau von Biomethananlagen in Osteuropa. Jetzt sind für das Geschäftsjahr 2012/13 Kosteneinsparungen in Höhe von 5 Mio. € geplant. (hed)
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