„Wir haben die Wettbewerbsfähigkeit wiedererlangt“, sagt Claus Sauter, Vorstandsvorsitzender der Verbio AG, Leipzig. Die Neuausrichtung des Konzerns mit dem Verkauf eines Großteils der Standorte des Landhändlers Märka gilt als abgeschlossen und ist in der Bilanz der Verbio AG nicht mehr enthalten. Jetzt versorgt sich das Unternehmen am Markt mit Rohstoffen, „egal ob die aus Kuala Lumpur oder Eberswalde stammen“.

Die Produktion von Biodiesel und Biokraftstoff lag im Geschäftsjahr 2013/2014 (Stichtag 30.6.) um 27 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 4 Prozent auf 733,8 Mio. €. Das Konzernergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) beträgt 10,9 Mio. €. Im Vorjahreszeitraum stand hier noch ein Verlust von 122,3 Mio. €.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Sauter ebenfalls einen operativen Gewinn zwischen 3 und 13 Mio. € und einen Umsatz zwischen 500 und 600 Mio. €.

Mittlerweile seien die Biokraftstoffe Biodiesel, Bioethanol und Biomethan wettbewerbsfähig. Die Zumischung zu Benzin sei nicht mehr nur ökologisch, sondern auch ökonomisch sinnvoll, sagt Sauter. Sorgen macht ihm allerdings die neue Treibhausquote, die ab 1. Januar 2015 gelten soll. Er fürchtet, dass die CO2-Last bei heimischem Raps so hoch ist, dass vermehrt Palmöl in den Markt dängen könnte. (hed)
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