Bestätigung

Verbio will sich von Märka trennen

Verbio läßt Märka ziehen
-- , Foto: Verbio
Verbio läßt Märka ziehen

Die bisherige Strategie der regionalen Rohstoffbeschaffung soll nicht weiter verfolgt werden, heißt es in einer heute verbreiteten Adhoc-Mitteilung der Verbio AG, Leipzig. Damit steht die Märka GmbH zum Verkauf. Über diesen Schritt hatte agrarzeitung.de bereits Mitte März mit Bezug auf Bankenquellen berichtet. Damals wollte jedoch Verbio-Vorstand Claus Sauter ein solches Vorhaben nicht bestätigen.

Jetzt heißt es in der Verbio-Mitteilung, dass der Vorstand alternativ auch den „Verkauf einzelner Märka-Standorte oder die Gründung eines Joint Ventures für die Märka" prüfe. Ziel sei es, künftig flexibler und schneller auf Marktverwerfungen sowohl auf der Beschaffungs- wie auch auf der Vertriebsseite reagieren zu können.

Sauter strebt an, mit dem Verkauf mehr als 100 Mio. € zu generieren, um die Schulden der Verbio AG zu verringern. „Aktuelle Marktverwerfungen bei den Rohstoffen und Endprodukten" hätten im aktuellen Geschäftsjahr Wertberichtigungen im Vorratsvermögen erforderlich gemacht, so Sauter. Er nennt 2012/13 im Einzelnen 102,3 Mio. € nicht liquiditätswirksame Abschreibungen von Goodwill, Kundenbeziehungen und Anlagen, 14,2 Mio. € Wertberichtigungen und 10,8 Mio. € aus Buchverlusten durch den Verkauf von Biokraftstoffquoten.

Genaue Zahlen veröffentlicht die Verbio AG mit dem Zwischenbericht für das 3. Quartal 2012/2013 in zwei Wochen. (db)
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