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Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast will die vier EU-weit noch zulässigen antibiotischen Futtermittelzusatzstoffe verbieten lassen. Dieser Beschluss der Agrar-Amtschefkonferenz der vergangenen Woche in Potsdam werde von ihr nachhaltig unterstützt, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. Laut Künast muss ein solches Verbot EU-weit greifen. Deshalb werde sie eine entsprechende Initiative bereits im EU-Agrarministerrat am 29./30. Januar in Brüssel ergreifen. Zugleich lasse sie prüfen, ob darüber hinaus nationale Maßnahmen sinnvoll und notwendig seien. Ferner betonte die Ministerin, dass jeglicher illegaler Einsatz von Tierarzneimitteln und antibiotischen Futtermittelzusatzstoffen kein Kavaliersdelikt sei und von niemandem so eingestuft werden dürfe. Sie ermutigte alle zuständigen Stellen in den Ländern, in einem solchen Fall den jeweiligen Strafrahmen auszuschöpfen und die Approbation betroffener Tierärzte ruhen zu lassen, um ein hinreichend starkes Signal an den Berufstand zu geben. Illegales Tun von Veterinären treffe am Ende die Verbraucher und auch die Bauern, die insbesondere jetzt bereits mit Absatzproblemen zu kämpfen hätten. (GH)
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