Verbot von Getreide-Import wegen MKS

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Die Maul- und Klauenseuche (MKS) hat inzwischen zu zahlreichen Handelsbeschränkungen in der Welt geführt. Marokko, Tunesien, Ungarn und die Slowakische Republik wollen den Import von Getreide aus Großbritannien oder eventuell gleich der gesamten EU15 verbieten. Die Kommission hält dies für völlig unangemessen, da das zurzeit gelieferte Getreide zumeist vor Februar beim Handel eingelagert wurde. Der Virus könne zudem nicht länger als 48 Stunden außerhalb der Tiere überleben. Die USA, Kanada und Chile verbieten die Einfuhr von lebenden Tieren, von Fleisch und von Milchprodukten aus Rohmilch aus der EU.

Die Union ihrerseits verweigert den Import von Fleisch aus Argentinien. Das Prinzip der "Regionalisierung", das im internationalen Handel üblich sei, könne in Argentinien nicht mehr angewandt werden, erklärte am Mittwoch eine Kommissionssprecherin in Brüssel. Die argentinischen Behörden wüssten selbst nicht mehr, wo in ihrem Land die Krankheit auftrete.

Schließlich dürfen Tiere, Fleisch und Molkereiprodukte aus Rohmilch nicht mehr aus Frankreich in andere EU-Mitgliedstaaten oder Drittländer ausgeführt werden.(Mö)
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