Verbotene Futtermittel zurück

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In der Woche vom 28. Mai bis 1. Juni 2001 können die hessischen Landwirte an 15 Sammelstellen ihre Restbestände an nicht mehr zugelassenen Futtermitteln abgeben. Darüber informierte jetzt der hessische Landwirtschaftsminister Wilhelm Dietzel. Das Land Hessen habe mit der Firma RWZ Recycling-Service Morschen eine Vereinbarung getroffen, dass dieses Werk die Futtermittel annimmt und entsprechend entsorgt. Die Sammelstellen werden von dem Unternehmen bekannt gegeben. Insgesamt lagern auf hessischen Bauernhöfen noch über 500 t Futtermittel für landwirtschaftliche Nutztiere, die tierische Fette und Eiweiße enthalten und seit Dezember vergangenen Jahres nicht mehr zugelassen sind. Darüber hinaus lagern bei Futtermittelherstellern und Händlern noch etwa 1.050 t Futtermittel, die ebenfalls entsorgt werden müssen. Auch die Hersteller und Händler haben die Möglichkeit, die Sammelstellen zu nutzen, um ihre in den Lager vorhandenen Altbestände zu entsorgen.

"Da sich der Bund nach wie vor weigert, die Entsorgungskosten und den Wertausgleich für diese Futtermittelmengen zu übernehmen, hat die hessische Landesregierung bei der Verabschiedung ihres BSE-Sofortprogramms im Vorgriff einen Betrag von 700.000 DM für diesen Zweck bereitgestellt", betonte Dietzel. Das BSE-Soforthilfeprogramm liege derzeit der Europäischen Kommission zur Genehmigung vor. (dg)
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