Nach der aktuellen GfK-Studie „Verbrauchervertrauen nach dem Fleischskandal“ haben rund 60 Prozent der Befragten grundsätzlich kein Problem damit, Pferdefleisch zu essen. Es müsse aber gesundheitlich unbedenklich und entsprechend deklariert sein.

Allerdings stimmen mit 68 Prozent eher Männer dieser Aussage zu, während bei den Frauen nur 49 Prozent "Ja" zu Pferdefleisch sagen. Jüngere Konsumenten zeigen sich merklich zurückhaltender gegenüber dem Verzehr von Pferdefleisch als Verbraucher über 50 Jahre.

Drei Viertel der Verbraucher behaupten von sich, dass sie sogar mehr für Lebensmittel ausgeben würden, wenn die Sicherheit der Produkte stärker garantiert wäre und das was enthalten ist, auch auf der Verpackung steht. Knapp die Hälfte der Verbraucher ist der Ansicht, dass sich Skandale wie der aktuelle Fleischskandal vermeiden ließen, wenn alle mehr für Lebensmittel bezahlen würden.

Das Vertrauen in Lebensmittelkontrollen habe laut der GfK-Studie zwar seit Januar 2011 zugenommen, allerdings ist auch der Anteil derer gestiegen, die der Überwachung wenig oder gar nicht vertrauen. Grundsätzlich vertrauen Konsumenten, die einen höheren Bildungsabschluss haben oder in Großstädten leben, den Inspektionen tendenziell weniger als der Durchschnitt.

In Städten mit über 100.000 Einwohnern glauben lediglich 37 Prozent an eine hohe Qualität des angebotenen Fleisches. In Orten mit weniger als 5.000 Einwohnern sind es dagegen 52 Prozent. Die Erklärung für diesen Unterschied liegt auf der Hand: In ländlichen Gegenden kennt der Verbraucher seinen Metzger häufig persönlich. Dies fördert das Vertrauen in das Produkt deutlich. (hed)
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