Viele Verbraucher sind wegen Rückständen von Pflanzenschutzmitteln in landwirtschaftlichen Produkten besorgt. Diese Befürchtungen sind nach Ansicht des Industrieverbandes Agrar (IVA) unbegründet. Die Situation habe sich in den zurückliegenden Jahren weiter verbessert, und Überschreitungen von Rückstands-Höchstgehalten seien seltene Ausnahmen geworden, teilt der IVA mit Bezug auf den Jahresbericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) mit. Laut der europaweiten Konsumentenbefragung Eurobarometer, sind für 72 Prozent der Befragten - in Deutschland sogar 75 Prozent - Rückstände von Pflanzenschutzmitteln die größte Sorge hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit.

Der IVA bezeichnet das als „eine verzerrte Risikowahrnehmung", wie es auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer Studie zur Wahrnehmung von Pflanzenschutzmitteln betont. Während Keime und Bakterien in Lebensmitteln in vielen Fällen zu Erkrankungen oder gar Todesfällen führten, sei kein Fall dokumentiert, bei dem Konsumenten durch Pflanzenschutzmittel-Rückstände in Obst oder Gemüse gesundheitlich geschädigt wurden, so der Verband.

In einer Video-Reportage hat der Verband das Thema aufgegriffen und mit einem Landwirt sowie mit Verbrauchern gesprochen. (az)



 
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