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Die Bundesregierung hat eine Eilverordnung erlassen, mit der die EU-Entscheidung vom 4. Dezember in Bezug auf den Einsatz von tierischen Proteinen in Futtermitteln umgesetzt wird. Die Verfütterungsverbots-Verordnung soll am 1. Januar 2001 in Kraft treten, teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium (BML), Bonn, mit. Die Verordnung, die das Verfütterungsverbots-Gesetz vom 1. Dezember ergänzen soll, enthält folgende Regelungen für proteinhaltige Gewebe von warmblütigen Landtieren und von Fischen (ausgenommen Fischmehl für die Fütterung von Fischen):

- Das Verfütterungsverbot erstreckt sich auf Futtermittel, denen proteinhaltige Zusatzstoffe oder Vormischungen zugesetzt worden sind, ausgenommen Gelatine aus Geweben von Nichtwiederkäuern zur Umhüllung von Zusatzstoffen.
- Es ist verboten solche proteinhaltigen Futtermittel, Zusatzstoffe und Vormischungen in Verkehr zu bringen.
- Verboten ist der Transport innerhalb der EU sowie die Ein- und Ausfuhr, soweit entsprechende Regelungen noch nicht in Kraft waren.

Die in Deutschland gegenüber dem EU-Recht strengeren Regelungen werden beibehalten. Das betrifft insbesondere das Verfütterungsverbot für Fette, hydrolysierte Proteine und Fischmehl an Nichtwiederkäuer. (UB)
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