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Angesichts des politischen Streits um die Nährwert-Kennzeichnung von Lebensmitteln haben die Verbraucherzentralen ein eigenes Informationssystem in den drei Ampelfarben gestartet. Mit einer Checkkarte könnten Kunden beim Einkauf den Gehalt an Fett, Zucker, Salz und gesättigten Fettsäuren überschlagen, teilte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) bei der Vorstellung des Angebots in Berlin mit. Die Farben Rot, Gelb und Grün symbolisieren dabei einen geringen, mittleren oder hohen Gehalt bezogen auf 100 Gramm, berichtet LZ-Net. Im Internet wird unter Ampel-Check außerdem ein Online-Rechner für bestimmte Produkte angeboten. Für vzbv-Vorstand Gerd Billen ist die Checkkarte nur einen "Krücke". "Damit die Verbraucher ohne Hilfsmittel durch den Konsumalltag laufen können, brauchen wir die Ampelkennzeichnung." Angaben, die manche Hersteller schon jetzt auf ihre Packungen druckten, seien kleinteilig und teils irreführend.

Bundesverbraucherminister Horst Seehofer (CSU) setzt auf eine freiwillige Farben-Kennzeichnung der Wirtschaft, bei der der Anteil an Fett, Zucker, Salz, Kalorien und gesättigten Fettsäuren in Bezug zur empfohlenen Tagesration angegeben wird. Eine reine Ampel-Kennzeichnung, bei der rot, gelb und grün zeigen, wie hoch der Anteil zum Beispiel an Fett und Zucker ist, lehnt Seehofer ab. (ED)

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