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Raps, der unmittelbar neben einem Versuchsfeld mit gentechnisch verändertem Raps angebaut und geerntet wird, darf nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Münster in einem Eilverfahren nicht ohne Genehmigung verkauft werden. Das öffentliche Interesse an der Verhinderung des Inverkehrbringens potenziell risikobehafteter GVO, so das Gericht in seiner ausführlichen Begründung, habe Vorrang vor den Vermarktungsinteressen des Landwirts. Mit diesem Urteil hat das Gericht die Entscheidung von Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Bärbel Höhn bestätigt, die den Verkauf des Rapses im Juli durch eine Verfügung der Bezirksregierung Arnsberg gestoppt hatte, teilte das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Düsseldorf mit. Das Gericht sei ebenfalls der Auffassung, dass sich gentechnisch veränderter Raps durch den Einfluss von Wind und Insekten mit dem benachbarten gentechnisch unveränderten Raps kreuzt und dessen Ernte damit GV-Rapskörner enthalten kann. (ED)
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