Konsumenten verlangen möglichst vielfältige Informationen zu Lebensmitteln. Die Kennzeichnung von Produkten gewinnt an Bedeutung. „Lebensmittel sind für Verbraucher Vertrauensgüter", sagte Gerd Billen, Vorstand der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) heute beim 25. Deutschen Lebensmittelrechtstag in Wiesbaden. Der Anspruch von Verbrauchern alles über Lebensmittel zu erfahren, steige seiner Ansicht nach an. Über die reine Ernährung hinaus würden zunehmend Erwartungen an Lebensmittel geknüpft. Konsumenten seien neben der Produktqualität stärker an den Produktionsbedingungen interessiert. Als Beispiele nannte Billen Maßnahmen für ein höheres Tierwohl, die regionale Erzeugung von Produkten sowie die Auswirkungen auf Klima und Biodiversität. Das gestiegene Informationsbedürfnis der Verbraucher führe zu dem Wunsch nach mehr Transparenz und der Kennzeichnung von Produkten. Lebensmittelhersteller und Landwirtschaft seien aufgerufen, sich mit den Veränderungen im Verbraucherbewusstsein auseinanderzusetzen. Offenheit und Transparenz seien wesentliche Voraussetzungen für den Aufbau von Vertrauen. Seiner Ansicht nach gewinnen Kennzeichnungen wie Smileys oder andere Label an Gewicht. Auch Internetportale oder die Veröffentlichung von behördlichen Überwachungsergebnissen seien geeignete Instrumente, um die Sicherheit und Transparenz von Lebensmitteln zu erhöhen. (sch)
 
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