Vereinfachung der EU-Agrarpolitik schwierig

1

Nur wenig voran gekommen sind die Vertreter des Sonderausschusses Landwirtschaft vergangene Woche im mittelschwedischen Östersund bei der Diskussion um eine Vereinfachung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Die Diplomaten aus den nationalen Landwirtschaftsministerien beschäftigten sich parallel zum informellen Agrarministerrat mit einem Kommissionsvorschlag, nach dem Kleinbauern, die weniger als 1.000 Euro im Jahr an Direktzahlungen erhalten, diese zukünftig unabhängig von ihrer aktuellen Produktion gezahlt bekommen sollen. Der Landwirt soll dadurch weniger Antragsformulare für seine Direktzahlungen aus dem EU-Haushalt ausfüllen müssen und die Behörden sollen Kontrollaufwand einsparen. Bei der Umsetzung des Vorschlags in die Praxis sehen die EU-Diplomaten aber eine Fülle von Schwierigkeiten. Einige machen sich auch Gedanken, ob eine Entkopplung von Produktion und Zahlungen an die Landwirte nicht Schule für die GAP im Allgemeinen machen könnte. In Östersund wurde diskutiert, die Extensivierungsprämie für Rinder in das Vereinfachungsschema für kleine Landwirte mit einzubeziehen und deshalb die Obergrenze von 1.000 Euro/Jahr auf 1.250 Euro/Jahr zu erhöhen. (Mö)
stats