1

Trotz der zahlreichen und bereits früh aufgetretenen Schäden in diesem Jahr ist die Vereinigte Hagel, Gießen, zufrieden. Mit rund 21.000 Schadenmeldungen lag die Gesamtschadenquote bei rund 50 Prozent und habe für die Gefahrengemeinschaft die gewünschte Entlastung gebracht, heißt es in einer Mitteilung. Im Mai lagen schon 4.400 Schadenmeldungen vor. Der Juni mit fast 6.000 und der Juli mit mehr als 7.000 Schadenmeldungen verlangten einen Dauereinsatz von Schätzern und Schadenorganisation. Zwar gab es regional sehr heftige Hagelereignisse mit Totalausfällen, die aber in der Gesamtheit nicht zu der Schadenintensität wie in den Vorjahren geführt hätten.

Die geänderte Zuckermarktordnung und die geringen Getreidepreise im Frühjahr hätten in diesem Jahr zu einer Anpassung der Hektarwerte geführt. Angesichts der festen Preissituation empfiehlt die Vereinigte Hagel, für eine ausreichende Absicherung im kommenden Frühjahr bereits jetzt die Hektarwerte anzupassen. Darüber hinaus werde auch die Mehrgefahrenversicherung immer mehr zu einem Thema auf Grund der Wetterkapriolen, heißt es weiter. Denn nicht nur die Schwere der Hagelschäden zeige eine steigende Tendenz. (ED)

stats