Spätfröste haben der Vereinigten Hagelversicherung eine außergewöhnlich lange Saison beschert. Die Schadensmeldungen erreichen ein sehr hohes Niveau. Hagel, Frost und Starkregen haben die Gesamtschadensquote im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 94 Prozent steigen lassen. Der Spezialversicherer aus Gießen spricht von einer der höchsten Quoten in den vergangenen zehn Jahren. Um die Schäden abzudecken, mussten 11,7 Mio. € aus der Schwankungsrückstellung entnommen werden. Zugenommen hätten insbesondere Schäden durch Spätfröste und Starkregen. Diese verursachten Ernteverluste in Deutschland in Höhe von 120 und 220 Mio. €; die gesamten Hagelschäden beliefen sich auf rund 150 Mio. €.

Die Vereinigte Hagelversicherung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr besonders vom Wachstum in den Niederlanden, Italien und Litauen profitiert. Das Gesamtergebnis bei Prämienaufkommen und Versicherungssumme stieg um jeweils knapp ein Viertel. Die Versicherungssumme kletterte 2011 auf 8,4 (Vorjahr: 6,4) Mio. €. Die versicherte Fläche wuchs um rund 7 Prozent auf 4,8 Mrd. ha. In Deutschland stieg die Versicherungsfläche um 89.000 ha im Vorjahresvergleich. An Neugeschäft kamen 168.000 ha zu. (az)
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