Die Vereinigte Hagelversicherung, Gießen, blickt auf ein außergewöhnliches Schadenjahr zurück. Die Versicherungssumme steigt. Extreme Spätschäden lassen die Schadensaison 2011 in Deutschland für die Vereinigte Hagel mit einem Überschadenjahr enden. Schwerpunkt des Schadengeschehens war in diesem Jahr Süddeutschland, teilt der Spezialversicherer mit. Vor allem Baden-Württemberg und Bayern wurden schwer von Hagelunwettern heimgesucht. Den Angaben zufolge ist es in den vergangenen 25 Jahren noch nie zu solch schweren Spätschäden gekommen. Bei einer Entschädigungsleistung von 86 Mio. € liege die Schadenquote bei 88 Prozent. 

Der Wachstumstrend der Versicherung hält laut vorläufigem Geschäftsergebnis an. Im Inland wurde mit rund 89.000 ha gegenüber dem Vorjahr mehr Fläche versichert. Die Versicherungssumme übersteigt mit 7,4 Mrd. € den Wert des Vorjahres um mehr als 19 Prozent. Um den Risikoausgleich zu erhöhen, plant die Versicherung, die Auslandsmärkte weiter auszubauen. (az)

 
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