Versicherungen

Vereinigte Hagel zählt Millionenschäden

Das hätte Winterweizen werden können.
-- , Foto: Vereinigte Hagel
Das hätte Winterweizen werden können.

Für die Zeit vom 28. Mai bis zum 1. Juni wurden der Vereinigten Hagel wiederum über 30.000 ha als geschädigt gemeldet. Nach ersten Schätzungen sei mit einem erneuten Schaden in Höhe von rund 20 Mio. € zu rechnen, so die Versicherung. Drei Viertel der Meldungen resultierten demnach aus Hagelschlag; hinzu kamen weitere Meldungen aufgrund von Starkregen und Sturm, vielfach aber auch eine Kombination aus allen drei Gefahren.

Hessen, Thüringen und Niedersachsen am stärksten betroffen

Ein markantes Gewitterband erstreckte sich von Frankfurt – hier musste auch der Betrieb am Flughafen für eine Stunde eingestellt werden – über die Wetterau bis nach Fulda. Eine weitere Gewitterzelle bewegte sich etwas weiter nördlich von Marburg über Amöneburg bis nach Bad Hersfeld. Weitere betroffene Region in Hessen war der Großraum Kassel, von wo die Unwetter ostwärts über Thüringen (Mühlhausen, Bad Langensalza, Sondershausen) bis nach Grimma im Freistaat Sachsen zogen. Von Osnabrück über Rahden und Hannover bis nach Braunschweig erstreckt sich ein weiteres Schadengebiet. Das Rheinland, der Niederrhein sowie Ausläufer des Ruhrgebiets wurden ebenfalls getroffen. Weiter im Süden konzentrieren sich die Schäden auf den Bereich zwischen Karlsruhe und Mannheim.

Vor allem Getreide, Raps und Mais geschädigt

In den Hauptschadengebieten wurden nahezu alle Ackerbaukulturen wie Wintergetreide, Mais, Zuckerrüben, Erbsen und Raps geschädigt. Die Vorbesichtigungen der Feldstücke seien bereits angelaufen, da vielerorts auch in dieser Woche kurzfristig entschieden werden muss, ob ein Umbruch pflanzenbaulich und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Die Weisheit, dass Regionen, die im Frühjahr von Unwettern heimgesucht wurden, später meist ein zweites Mal betroffen sind, bewahrheitete sich nach Angaben der Vereinigten Hagel für viele Betriebe, gerade in der Mitte Deutschlands. Die Großwetterlage zu Pfingsten lasse momentan keine Entwarnung zu. Mit weiteren Unwettern und entsprechenden Schadenmeldungen sei zu rechnen. (mrs)
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