Verfütterung von BSE-Risikomaterialien in der EU verboten

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Eine Verordnung zum Verfütterungsverbot von BSE-Risikomaterialien hat die EU-Kommission am vergangenen Freitag formal in Brüssel abgesegnet. Sie war dazu ermächtigt, nachdem es im Agrarministerrat im Juni weder eine qualifizierte Mehrheit für den Kommissionsvorschlag gegeben hatte, noch eine einfache Mehrheit dagegen. Ab dem 1. Oktober müssen in allen EU-Mitgliedstaaten der Schädel samt Gehirn und Augen, die Mandeln und ein Teil des Darms aus den Schlachtabfällen von Wiederkäuern abgetrennt werden, um sie anschließend zu verbrennen. Auch auf den Höfen verendete Rinder, Schafe und Ziegen dürfen nicht mehr zu Tiermehl verarbeitet werden, wenn nicht zuvor die genannten Risikomaterialien abgetrennt wurden. Der für die Gesundheit und den Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissar David Byrne erklärte, die Kosten für die Verbrennung von Risikomaterialien würden sich lohnen, da damit ein weiterer bedeutender Schritt gegen die Ausbreitung des Rinderwahns vorgenommen wurde. (Mö)
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