Verfütterungsverbot für BSE-Risikomaterialien in Dänemark

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Der jüngste BSE-Fall in Dänemark hat die Debatte um Risiko-Materialien im Schlachtkörper wieder entfacht. Das erkrankte Tier ist in Jütland geboren und kann sich nur über Futter infiziert haben, in dem sich zumindest unbeabsichtigt Reste von Tiermehl fanden. Die neue dänische Landwirtschaftsministerin Ritt Bjerregaard hat daraufhin ein Verfütterungsverbot für BSE-Risikomaterialien erlassen. Zu diesen gehören das Gehirn und das Rückenmark von Wiederkäuern. Der BSE-Fall in Dänemark zeige, wie wichtig ein Verfütterungsverbot von BSE-Risikomaterialien sei, erklärte gestern in Brüssel EU-Kommissar David Byrne. Im Mai oder Juni 2000 solle der Ministerrat über eine europaweite Regelung zum Risikomaterial abstimmen. Dänemark hatte sich bisher als "BSE-freies Land" dagegen zur Wehr gesetzt. (Mö)
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