Österreich

Vergrößerte Stärkefabrik in Aschach

Die Investitionssumme beträgt rund 80 Mio. €. Die Verarbeitungskapazität steigt mit der Erweiterung um ein Drittel auf 540.000 t Mais/Jahr. Die Maisstärke wird zum einen in der Papier-, Kosmetik, und Bauindustrie und zum anderen in der Lebensmittelindustrie für die Herstellung von Nudeln oder Backwaren verwendet. Insgesamt verarbeitet Agrana die Rohstoffe Mais, Kartoffeln und Weizen an 5 Produktionsstandorten in Europa zu Stärke und verkauft 2,5 Mio. t Stärkeprodukte an 2.000 Kunden weltweit in über 20 verschiedenen Industriebranchen.

Strategie für Spezialitäten

Die Fabrik wurde 1936 auf Basis Kartoffelstärke gegründet. 1958 erfolgte der Umbau zu einer Maisstärkefabrik mit einer Vermahlungskapazität von 60 Tonnen Mais täglich. Ab 1984 und insbesondere nach dem EU-Beitritt wurde die Fabrik konsequent ausgebaut. Der bisher letzte Erweiterungsschritt fand 2006/2007 statt, wobei die Modernisierung der Infrastruktur und ein wirkungsvoller Umweltschutz besondere Anliegen waren. Die Produktion erfolgt ganzjährig überwiegend im 4-Schicht-Betrieb. 280 Mitarbeiter am Standort Aschach sorgen für eine effiziente Durchführung und Abwicklung der Prozesse.
„Unsere Stärkefabriken sind zwar kleiner als US-amerikanische Mitbewerber, damit ist es aber einfacher, Spezialitäten herzustellen und flexibler zu produzieren. Wir verarbeiten hier zunehmend auch spezielle Maisarten wie Wachsmais und haben eine führende Rolle bei Bio-Stärken und GVO-freien Stärken für die Lebensmittelindustrie,“ sagte der Agrana-Vorstandsvorsitzender Johann Marihart heute bei der Eröffnung in Aschach. Morgen wird Agrana neueste Unternehmenskennzahlen im Halbjahresbericht veröffentlichen. (da)
stats