Verhandlungen über Freihandelsabkommen zwischen EU und Mercosur beginnen

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In Buenos Aires starten morgen die Verhandlungen der EU mit den Mercosur-Ländern Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay über ein Handelsabkommen. Zu Beginn der kommenden Woche ist zudem ein Treffen mit Chile geplant. Über den Abbau von Zöllen und Exporterstattungen in der Landwirtschaft darf aber noch nicht gesprochen werden. Der Ministerrat der EU hat der Kommission kein Mandat für Verhandlungen über den Zollabbau vor dem 1. Juli 2001 erteilt. Es wird also zunächst nur um phytosanitäre und Hygienestandards oder um die Ursprungsvorschriften gehen. Die Mercosur-Länder und Chile wollen dagegen sofort über eine Liberalisierung des Agrarhandels verhandeln. 36 Prozent der Exporte aus den Mercosur-Ländern in die EU sind landwirtschaftliche Güter. Gerade bei den für die Europäer sensiblen Produkten Getreide und Fleisch sind die Südamerikaner sehr wettbewerbsfähig, was den Abschluss eines Freihandelsabkommen schwierig machen wird. Die EU hat das Interesse, über ein Handelsabkommen mit ihren Industriegütern und Dienstleistungen in Südamerika besser Fuß fassen zu können, möglichst bevor die USA eine Freihandelszone für ganz Amerika einrichten können.(Mö)
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