Ekotechnika

Verlust geringer als erwartet

Die Ekotechnika AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 (30. September) auf vorläufiger Basis einen Konzernumsatz von über 110 Mio. € erwirtschaftet. Dies entspreche einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr von rund 34 Prozent, teilte, die deutsche Holding des größten Händlers internationaler Landtechnik in Russland, der EkoNiva-Technika Gruppe, mit. Die Erlöse liegen damit deutlich über der Planung der Gesellschaft (82,4 Mio. €), die auch dem IDW S6-Sanierungsgutachten zugrunde lag. Das Gutachten war im April 2015 für den Restrukturierungsprozess der Gesellschaft erstellt worden.

Währungsverluste verhageln Bilanz

Der Umsatzrückgang spiegelt die weiterhin schwierige Lage auf dem Landmaschinenmarkt und den massiven Anstieg der Finanzierungskosten in Russland wider. Darüber hinaus spielt der deutliche Rückgang des Währungskurses Rubel/Euro nach wie vor eine Rolle. Das operative Ergebnis (EBIT) lag mit rund -1 Mio. € unter dem Vorjahrswert von 1,9 Mio. €, jedoch über der Planung von -8,6 Mio. €. Das Konzernergebnis beläuft sich auf vorläufiger Basis auf rund -25 Mio. € gegenüber -27 Mio. € im Vorjahr (Plan: -28,7 Mio. €). Dieses Ergebnis beinhaltet Währungsverluste in Höhe von rund 16 Mio. € sowie Restrukturierungskosten von rund 2 Mio. €. Das zum Bilanzstichtag noch negative Konzerneigenkapital hat sich durch den inzwischen vollzogenen Debt-to-Equity Swap der Ekotechnika-Anleihe per 31. Oktober 2015 sowie die durchgeführte Barkapitalerhöhung um insgesamt rund 70 Mio. € verbessert. Den vollständigen Konzernabschluss 2014/15 werde die Gesellschaft voraussichtlich im Februar 2016 veröffentlichen, teilte das Unternehmen mit.

Anleihetausch startet am Montag

Am heutigen Freitag veröffentlicht die Ekotechnika AG das Erwerbsangebot bezüglich der Neuen Aktien Serie A im Bundesanzeiger sowie auf der Website. Ab kommenden Montag, bis Mittwoch, 9. Dezember, bietet die Gesellschaft den Inhabern der Ekotechnika-Anleihe 2013/2018 insgesamt 1.539.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien Serie A (ausgestattet mit Vorrechten) als Gegenleistung für die Einbringung ihrer Ansprüche in die Gesellschaft an. Für eine Anleihe im Nennbetrag von 1.000 € besteht ein Anspruch auf 25,65 Neue Aktien Serie A an der Gesellschaft.

Höhe des Barausgleichs noch unklar

Die Anleihegläubiger können während der Erwerbsfrist Angebote zum Kauf von zusätzlichen Aktien abgeben. Anleger, die ihr Aktienerwerbsrecht nicht oder nicht fristgemäß ausüben, erhalten einen Aktienbarausgleich. Zur Höhe des zu erwartenden Barausgleichs können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Diese hänge davon ab, zu welchem Preis die nicht bezogenen Aktien verwertet werden, so die Ekotechnika AG. Die Lieferung der neuen Aktien ist für den 16. Dezember 2015 vorgesehen. Voraussichtlich am 17. Dezember 2015 erfolgt dann die Einbeziehung der Ekotechnika-Aktien zum Handel im Primärmarkt der Börse Düsseldorf. (SB)
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