Neue Verträge

Vermehrer wollen Risiken teilen


Zukünftig sollen VO-Firmen mit den Saatgutvermehrern vor der Anlage einer Vermehrung einen Kontrakt schließen, der Konditionen und Tonnage festlegt. Diese Forderung stellten die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Saatguterzeuger (BDS) auf ihrer Jahrestagung am Mittwoch in Bad Waldsee.

Derzeit werden die vertraglichen Konstellationen zwischen Züchtern und Vertriebsorganisationen (VO-Firmen) sowie Züchtern und Vermehrern neu geordnet. Zwischen Züchtern und Vermehrern wird ein Vermehrungsvertrag geschlossen und zwischen Züchtern und VO-Firmen ein VO-Vertrag. Hier regelt der Züchter den Vertrieb des von den Vermehrern erzeugten Saatguts.

Die Vermehrer fordern nun, dass auch das Geschäftsverhältnis zwischen Vermehrer und VO-Firma künftig verbindlich vertraglich geregelt wird. Hierbei sollen Regelungen für den gesicherten Absatz des erzeugten Saatgutes und für das Insolvenzrisiko beim Ausfall einer VO-Firma getroffen werden, fordern die Vermehrer. Ohne vertragliche Vereinbarung tragen bisher ausschließlich die Vermehrer diese Risiken. (dg)
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