Auf die wachsenden Strukturen in der Agrarbranche reagieren VO-Firmen mit Investitionen in entsprechende Aufbereitungskapazitäten, berichtet Jörg Hartmann, Vorsitzender des Bundesverbands der VO-Firmen. Allerdings seien sie mit einem stagnierenden Markt für Z-Saatgut konfrontiert, erklärt er gegenüber agrarzeitung.de die Situation der Branche.

Alle Beteiligten, also Vermehrer, UVO-Firmen und VO-Firmen und die Züchter passten sich dem Strukturwandel an. Dabei hat sich seiner Ansicht nach die Aufgabenteilung zwischen Züchtung und VO-Firmen bewährt.

Züchter richteten sich bewusst national und teilweise auch international aus, um ihre Sorten und letztlich ihre Sortenlizenzen möglichst breit zu streuen. Die VO-Branche hingegen stehe keineswegs vor einer entsprechenden regionalen Ausweitung oder gar Internationalisierung.

„Die VO- und UVO-Firmen als Saatgutspezialisten liefern den Landwirten fundierte und vor allem eine standortangepasste Beratung“, begründet er die Zurückhaltung. Die Saatgutkäufer erwarteten einen umfangreichen Service in der jeweiligen Region rund um Z-Saatgut. Ein strukturelles Ungleichgewicht zwischen Züchtung und Vermehrung sieht Hartmann darum nicht. (brs)
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