Saatgutproduktion

Vermehrung mit enger Spanne

Etablierte Saatgutvermehrer, die über die erforderliche Technik und Erfahrung verfügen, können auch weiterhin rentabel Saatgut produzieren. Für alle anderen wird es wirtschaftlich jedoch sehr eng.

Prof. Thore Toews von der Fachhochschule Bingen rechnete heute auf der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes Bayerischer Saatgetreideerzeuger-Vereinigungen in Hirschaid vor, wie knapp kalkuliert die Spannen sind. Lediglich mit hohen Abnahmequoten machen die Vermehrer ihren Schnitt.

Toews zeigte am Beispiel einer Abnahmequote von 80 Prozent, dass ein Vermehrerzuschlag für Winterweizensaatgut von 6,25 €/t oder Sommergerstensaatgut von 7,15 €/t gerade ausreicht, um die höheren Kosten der Saatgetreideproduktion zu decken.

Bei geringerer Abnahmequote muss nach seinen Berechnungen der Vermehrerzuschlag exponentiell steigen. Deswegen empfahl er den Vermehrern, immer eine ausreichende Abnahmequote zu vereinbaren. (dg)
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