Eine Anhörung im Bundestag zeigt die Streitpunkte für das geplante Pflanzenschutzgesetz. Verschärfungen lauern beim Sachkundenachweis und bei den Abständen zu Gewässern. Mit einem neuen Gesetzespakt zum Pflanzenschutzrecht befasst sich derzeit der Bundestag. In einer öffentlichen Anhörung am heutigen Mittwoch vor dem Agrarausschuss des Bundestages in Berlin legten Vertreter aus Pflanzenschutzindustrie, Landwirtschaft, Handel, Umwelt- und Wasserverbänden ihre Sicht zu den geplanten Veränderungen dar. Der Deutsche Bauernverband hält vor allem die Verschärfungen beim Sachkundenachweis für überflüssig. Der Industrieverband Agrar fordert einen besseren als bisher im Gesetz vorgesehenen Schutz vor illegalen Importen von Pflanzenschutzmitteln mit weitreichenden Sanktionen. Umwelt- und Wasserverbände hingegen wollen einen pauschalen bundeseinheitlichen Abstandswert zu Gewässern für das Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln erreichen. Dabei reicht die geforderte Spanne für den Pflichtabstand zu Gewässern von einem bis zu zehn Metern. Mitte November will der Bundestag das Gesetzespaket bereits beschließen. Danach folgt noch die Entscheidung des Bundesrats, der bereits Mitte Oktober Änderungswünsche angemeldet hat.(sta)
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