Das Wetter fiel 2014 zwar sehr regen- und sturmreich aus, insgesamt aber verlief die Hagelsaison relativ moderat. Nach dem bislang schwersten Schadensjahr für die deutsche Versicherungsbranche 2013 habe der Versicherer durchatmen können, berichtete Vereinigte-Hagel-Vorstandschef Rainer Langer auf der diesjährigen Mitgliedervertreterversammlung in Bremen.

Die Schadenquote, der Quotient aus Entschädigungsleistung und Prämienaufkommen, lag bei rund 52 Prozent, knapp 39 Mio. € konnten in die Schwankungsrückstellung fließen. Zudem flossen rund 5 Mio. € in das Eigenkapital.

Die Versicherungsfläche des Unternehmens sei im Vergleich zum Vorjahr um 1 Prozent auf 47.400 ha gewachsen, sagte Langer. Das Prämienvolumen im In- und Ausland lag bei 167 Mio. €, der Schadensausgleich betrug 87,3 Mio. €.

Für das Versicherungsjahr 2015 rechnet die Vereinigte Hagel mit einem moderaten Ausbau des Versicherungsbestandes. Zwar lasse die derzeitige Agrarpreisentwicklung wenig Raum für Hektarwertsteigerungen. Doch der gute Saatenstand nach dem mildem Winter, die wachsende Nachfrage nach Mehrgefahrenversicherungsprodukten und die Wachstumschancen im Auslandsmarkt wie Italien, Lettland, Litauen und den Niederlanden machten ein Zuwachs von rund 5 Prozent möglich, sagte Langner. (mas)
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