Gärgase gehören zum Silageprozess und sind unvermeidbar – doch während des Prozesses sollten sich Personen vom Silo entfernt halten, rät die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Landwirte sollten alle Mitarbeiter und Familienangehörige informieren, dass der Silierprozess stattfindet.

Eine mögliche Gefährdung beim Arbeiten an der Silomiete entstehe auch, wenn augenscheinlich noch Gärgas unter der Folie anstehe und die Silomiete bereits nach wenigen Tagen geöffnet werde. Empfohlen werden sieben Wochen Wartezeit. Gefahren bestehen sowohl für Menschen als auch für neben der Silomiete untergebrachte Tiere, zum Beispiel Kälber in Kälberhütten.

Sollte sich in den ersten Tagen am Silo die Folie hochwölben, darf diese auf keinen Fall geöffnet werden. Tritt ein gelblich-braunes, schlieriges Gas aus, oder wird ein stechender Geruch bemerkt, sollte dieser Bereich für Menschen und Tiere unzugänglich gemacht werden.

Aus dem Nitrat der Pflanzen bilden sich unter anderem Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid. Atmen Menschen oder Tiere diese nitrosen Gase ein, bilden sich im Körper Salpetersäure und salpetrige Säure, beschreibt die SVLFG den Prozess. Das habe eine Reiz- und Ätzwirkung auf Augen, Atemwege und Haut zur Folge. Schwere Augen- und Lungenschäden können entstehen. (az)
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