In Sachsen-Anhalt wurden zahlreiche Weizenschläge durch Hagel zerstört.
-- , Foto: Vereinigte Hagel
In Sachsen-Anhalt wurden zahlreiche Weizenschläge durch Hagel zerstört.

Seit Monatsbeginn verging kein Tag, an dem keine Schäden durch Hagel oder Sturm gemeldet wurden. 30.000 Schäden mit einer Gesamtfläche von etwa 150.000 ha seien in den letzten drei Wochen gemeldet worden, teilt die Vereinigte Hagelversicherung mit. Seit Jahresanfang habe die Versicherung Schäden in Höhe von 70 Mio. € ersetzt, schätzt der Vorstandsvorsitzende Dr. Rainer Langner. Hinzu kommen die Schäden auf unversicherten Flächen. Betroffen seien alle angebauten Kulturen, vor allem aber Raps, Getreide, Kartoffeln, Rüben und Mais. Die durch die Greeningvorschriften verstärkt angebauten Hülsenfrüchte wurden ebenfalls in großem Maße zerstört. Hinzu kommen die Schäden in Sonderkulturen wie Obst, Gemüse, Wein und Hopfen. Die festgestellten Schadenquoten reichen gerade bei den druschreifen Rapsbeständen häufig bis hin zu Totalverlusten.

Hagel häufig von Sturm begleitet

Der Hagelschlag sei meist von schweren Sturmböen begleitet gewesen. Die Schadenregulierung habe gezeigt, dass die Entschädigung für Betriebe die neben Hagel auch Sturm abgesichert haben, beispielsweise bei Weizenbeständen, um etwa ein Viertel höher lag als bei Betrieben, die sich ausschließlich gegen Hagel versichert hatten. Von den Unwettern verschont blieb in diesem Jahr kaum eine Region in Deutschland, besonders schwer getroffen wurden jedoch die Bezirksdirektionen Berlin, Gießen und Alzey sowie der Süden Deutschlands. (az)
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