Entwicklungshilfe

Versicherungen gegen Klimaschäden

Ziel des "InsuResilience Solutions Fund" ist es, gemeinsam mit der Privatwirtschaft marktreife Versicherungsprodukte zu entwickeln, heißt es dazu in einer Mitteilung. Sie sollen arme und von Extremwetterereignissen besonders betroffene Menschen gegen Klimarisiken absichern. Der Fonds fördert Partnerschaften zwischen Entwicklern, Anbietern und Nutzern von Klimarisikoversicherungen und gilt als wichtiger Baustein, um den Zugang zu Versicherungs- und Finanzlösungen zu verbessern. Die Bundesregierung stellt hierfür 15 Mio. € bereit. In der gleichen Höhe beteiligt sich die Privatwirtschaft an der Umsetzung des Fonds.

G7 für Unwetteropfer
Schätzungen des BMZ zufolge geraten weltweit jedes Jahr mehr als 25 Millionen Menschen in absolute Armut, weil sie Opfer von Extremwetterereignissen sind. Die G7-Länder haben sich unter deutschem Vorsitz das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 zusätzlich 400 Millionen arme und besonders anfällige Menschen in Entwicklungsländern gegen Klimarisiken abzusichern.
Dem Parlamentarischen Staatssekretär vom Entwicklungsressort, Thomas Silberhorn, zufolge können gerade in Entwicklungsländern Extremwetterereignisse Existenzen bedrohen und Entwicklungsfortschritte zunichtemachen. Im Schadenfall böten Klimarisikoversicherungen schnelle Hilfe. „Mit dem Fonds bringen wir erstmals Privatwirtschaft, Wissenschaft und Entwicklungsländer zusammen, um passgenaue Versicherungs- und Finanzierungslösungen zu entwickeln“, so der Staatssekretär.

Der Generalbevollmächtigte der KfW-Bankengruppe, Prof. Joachim Nagel, sieht in der Einbeziehung des Privatsektors einen wesentlicher Beitrag für die Entwicklung von innovativen und nachhaltigen Klimarisikoversicherungsprodukten. Sie trage dazu bei, eine Bedarfslücke zu schließen. (mrs)
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