Verstärkte Kontrollmaßnahmen gegen Vogelgrippe

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Bund und Länder haben sich am Mittwoch in einer Sitzung des zentralen Krisenstabes für die Tierseuchenbekämpfung darüber geeinigt, die Kontrollen an den Grenzen, den Autobahnen und im Flugverkehr zu verstärken, um eine Einschleppung der Vogelgrippe zu verhindern. Das größte Risiko für eine Einschleppung liege im illegalen Transport von Vögeln oder sonstigem Risikomaterial wie zum Beispiel Lebensmitteln oder auch unbehandelten Federn, erklärte Alexander Müller der Staatssekretär im Bundesverbraucherministerium gestern in Bonn. Die Länder hätten zugesagt, die Kontrollen im Reiseverkehr zu verstärken und die Kooperation zwischen Zoll- und Veterinärbehörden auf den Flughäfen und bei mobilen Einsatzteams zu verbessern.

Wie Müller weiter mitteilte, wurden bei den Fällen in der Türkei zwar H5 Viren als Krankheitserreger nachgewiesen, doch sei noch nicht sicher, ob es sich dabei um die hochpathogenen H5N1 Viren handele. Solange die Unsicherheit nicht beseitigt sei, müsse man jedoch von der schlimmsten Annahme ausgehen. Flugzeuge und Fahrzeuge aus der Türkei, aber auch aus südosteuropäischen Ländern würden verstärkt überprüft. Für ein bundesweites Aufstallungsverbot gebe es bisher jedoch keinen Grund, denn aus der Türkei sei kein Wildvogelzug zu erwarten. (St)

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