Das Leibniz-Instituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) wartet auf Tauwetter. Sobald die Böden frostfrei sind, sollen die Freilandversuche starten.  

Für Feldversuche mit gentechnisch verändertem (GV-)Weizen hat das IPK am 5. Dezember die Genehmigung erhalten. Die Wissenschaftler wollen Ertrags- und Korneigenschaften von 236 verschiedene Kreuzungslinien im Freiland prüfen. Sie erhoffen sich hiervon neue Erkenntnisse über den Einfluss einer transgenen Veränderung auf die Eigenschaften von unterschiedlichen Hochleistungsstämmen.

Mit der Genehmigung für die zwei aufeinanderfolgenden Vegetationszeiträume 2012/2013 und 2013/2014 in Üplingen sollen bis zu 43.020 transgene Pflanzen noch 2012 ausgesät werden. Die Aussaat ist aber nur in nicht gefrorenen Boden möglich. Winterweizen benötigt während der kalten Monate eine Ruheperiode. Diese Vernalisation ist notwendig, um im Frühjahr Anlagen für Ähren und Blüten zu bilden, die ihrerseits Voraussetzung für die Kornentwicklung sind.

Wie das IPK berichtet, wurde dern Antrag im April 2012 beim Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eingereicht. Dieser wurde anschließend durch Experten des Robert-Koch-Instituts, des Bundesamtes für Naturschutz und des Bundesinstitutes für Risikobewertung überprüft. Hierbei ging es um eine Bewertung von Risiken, die unter Umständen mit der Freisetzung verbunden sein könnten. Im Ergebnis ihrer Überprüfung kamen die Experten zu dem Schluss, dass der Versuch mit den Marker- und Resistenzgenfreien Winterweizenlinien weder Menschen noch Tiere gefährdet und keine Gefahr für die Umwelt darstellt.(az)
stats