Vertragsverhandlungen für Braugerste in Bayern


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Am kommenden Montag, 18. Dezember, treffen sich Vertreter der Landwirtschaft, des Handels sowie der Malz- und Brauwirtschaft in München zu einem Anhörungsgespräch über Braugerstenanbau- und -lieferverträge der Ernte 2007 für Bayern. Alle Beteiligten signalisierten bereits ihr grundsätzliches Interesse an Vorverträgen. Uneinigkeit besteht indes noch über die Höhe der Erzeugerpreisempfehlung. Von Seiten des Handels werden etwa 150 €/t netto, Valuta 1. Oktober 2007, als Idee genannt, berichtet die Agrarzeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Die aktuell sehr hohen Marktpreise könnten nicht den Maßstab für das kommende Jahr bilden, weil sie das Ergebnis ungünstiger Witterungsverhältnisse 2006 seien, betonen maßgebliche Erfasser. Allerdings sehen auch sie noch etwas "Luft nach oben". Die Vorstellungen der Landwirtschaft bewegen sich dagegen um 165 €/t. Bei deutlich niedrigeren Preisen würde die Anbaufläche angesichts der Alternativen eingeschränkt, heißt es auch im Bayerischen Bauernverband. Aus Mälzerkreisen war zu hören, dass sich die Branche durchaus mit Erzeugerpreisen von etwa 160 €/t einverstanden erklären könnte. Versorgungssicherheit vor Ort habe ihren Preis, betont ein bayerischer Mälzer. Entscheidend für die Preisbildung auf der Erzeugerebene sei jedoch das Verhalten der Brauereien. Wenn dem verbalen Bekenntnis zu heimischen Rohstoffen auch die Bewilligung entsprechender Malzpreise folgt, dann stehe höheren Vorvertragspreisen nichts im Wege, meint ein größerer Malzhersteller. (HH)
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